Seriöse Beratung

Unabdingbar ist ein ausführliches Informationsgespräch beim Arzt (Facharzt für Urologie), in dem man über die Vasektomie bzw. den Sterilisationseingriff informiert wird und alle offenen Fragen stellen kann. Wichtig ist eine verständliche Aufklärung, so dass sich der Mann bzw. das Paar anschließend darüber klar werden kann, ob der Eingriff durchgeführt werden soll. Entscheidet man sich dann für die Vasektomie, kann ein OP-Termin vereinbart werden, in dem es dann zu dem kleinen, chirurgischen Eingriff kommt.

Eine ausführliche Beratung bei einem seriösen Facharzt ist wichtig, um für sich mit einem guten Gefühl die richtige Entscheidung zu treffen. Wird die Vasektomie in Betracht gezogen, sollte man unverbindlich und ohne Druck einen Termin bei einem ausgewählten und erfahrenen Urologen vereinbaren. Vorteilhaft ist es, diesen Gesprächstermin bei einem Urologen zu machen, der den Eingriff selbst durchführt. So kann dieser alle Fragen, auch zur Operationsdurchführung etc., entsprechend gut und sicher beantworten. Eine vorherige Recherche im Internet kann helfen, den richtigen Urologen zu finden.

Michael Berse auf vasektomie.de

Michael Berse: "Die überwiegende Mehrheit der Sterilisationsoperationen beim Mann findet in örtlicher Betäubung statt, sodass in der Regel keine Narkosevorbereitungen zu berücksichtigen sind. Bei speziellem Wunsch des Patienten kann der Eingriff aber natürlich auch in einer Vollnarkose durchgeführt werden."

Neben der grundlegenden Aufklärung und Information zur Vasektomie / Sterilisation beim Mann sind auch folgende Fragen wichtig:

  • Besitzt der Facharzt für Urologie ausreichend Vasektomie-Erfahrung?
  • Wie viele Vasektomien führt der Urologe pro Jahr durch?
  • Hat der Patient im Gespräch mit dem Arzt ein gutes und sicheres Gefühl bzw. fühlt er sich hier gut aufgehoben?
  • Wie wird die Nachbetreuung organisiert?

Achten sollte der Patient im Gespräch auch darauf, inwiefern der Urologe auf Risiken der Vasektomie bzw. Komplikationen der Vasektomie eingeht. Wie bei jeder anderen Operation gibt es auch bei der Sterilisationsoperation Risiken / Komplikationen. Auf die langfristigen Auswirkungen der Vasektomie (Zeugungsunfähigkeit) sollte der Operateur ebenfalls eingehen, so dass diese dem Mann oder dem Paar bewusst gemacht werden.

Urologen suchen

Ist nach ersten Recherchen und Informationen beim Mann bzw. Paar das Interesse an einer Vasektomie vorhanden oder der Entschluss gefallen, ist der nächste Schritt die Wahl des entsprechenden Urologen.

Der Vasektomie-Eingriff wird von einem Facharzt für Urologie durchgeführt. Die kleine OP ist risikoarm und wird in fast jeder urologischen Praxis angeboten, welche ambulante Operationen in ihrem Behandlungsspektrum aufführt. Unabhängig davon, wo der Eingriff stattfindet (Praxis, Klinik, OP-Zentrum), in jedem Fall sollte im Sinne des Patienten gewährleistet werden, dass u.a. die medizinischen Geräte / Instrumente dem heutigen, modernen Standard entsprechen. Zudem sollte die kontinuierliche medizinische Überwachung des Patienten sichergestellt sein.

Die Vasektomie als Verhütungsmethode gewinnt zunehmend an Bedeutung. Es gibt Fachärzte für Urologie, die sich u.a. auf diesen Eingriff spezialisiert haben.

Bei der Suche nach einem Urologen bzw. einer urologischen Praxis / Klinik können bspw. eine persönliche Empfehlung eines bereits vasektomierten Patienten oder eine Recherche im Internet hilfreich sein. Bei der Vorauswahl eines Urologen kann u.a. darauf geachtet werden, ob dieser auf seiner Praxis-Website den Eingriff mindestens mit aufzählt bzw. darüber informiert, dass er ambulante Operationen durchführt. Eine letztendliche Entscheidung für einen Urologen sollte erst gefällt werden, wenn man diesen kennengelernt hat, die Praxis und Räumlichkeiten gesehen hat und rundum ein gutes Gefühl hat. Daher ist das Beratungsgespräch von essentieller Bedeutung.

So sollte der Urologe im Gespräch auch ohne Zögern und selbstsicher Auskunft darüber geben können, wie oft er den Vasektomie-Eingriff jährlich durchführt. Der Patient sollte das Gefühl haben, dem Urologen vertrauen zu können. Der Urologe sollte im Gespräch ausführlich auf alle wesentlichen Punkte der Vasektomie eingehen (OP-Ablauf, Kosten, Komplikationen / Risiken, Nachbetreuung etc.). Zusätzlich sollte der Patient auch das Gefühl haben, dass sich der Urologe entsprechend Zeit nimmt und alle offenen Fragen verständlich beantwortet. Um alle bestehenden Fragen klären zu können, sollte sich der Patient in Vorbereitung zum Beratungsgespräch eine Liste der Fragen zusammenstellen. Wünschenswert ist es, wenn auch die Partnerin bei der Beratung / Aufklärung dabei ist und so gemeinsam das Für und Wider der Vasektomie abgewogen werden kann.

Bei Unsicherheit

Bestehen seitens des Paares oder des Mannes noch Vorbehalte oder Zweifel (bspw. zum zukünftigen Sexualleben), müssen diese vor dem Eingriff aus dem Weg geräumt und geklärt werden. Auch dazu ist das Beratungsgespräch beim Urologen hilfreich. Es sollte auch keine Scham bestehen, denn alle Fragen können offen angesprochen werden. Meist ist es so, dass der Urologe diese Fragen von Patienten schon des Öfteren gehört hat und diese im Grunde ganz normal sind. So wird sich bspw. die Vasektomie nicht negativ auf das zukünftige Sexualleben auswirken, denn u.a. die Erektionsfähigkeit bleibt unverändert bestehen. Eine Vasektomie ist nur ratsam, wenn der Mann dies mit 100-prozentiger Sicherheit möchte und dahinter steht.

Hat man im Beratungsgespräch mit dem Urologen ein unsicheres Gefühl oder fühlt sich bei diesem Urologen nicht wohl oder es stimmt die Chemie einfach nicht, so sollte der Patient einen weiteren Urologen konsultieren.

Mit der Partnerin

Bei der Entscheidungsfindung sollte man sich in jedem Fall mit seiner Partnerin einig sein und ein Beratungsgespräch bei einem kompetenten Urologen in Anspruch nehmen, welcher die Vasektomie in seinem Behandlungsspektrum aufführt und entsprechend professionell durchführt. Die letztendliche Entscheidung muss natürlich vom Mann selbst getroffen werden. Wünschenswert ist im Falle einer Beziehung in jedem Fall eine vorherige Diskussion bzw. das Gespräch mit der Partnerin / Ehefrau.

Auch bei Beratungsorganisationen wie Pro Familia kann man sich Hilfe und Rat einholen.