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08.05.07
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15.10.06
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02.10.06
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19.08.06
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:: Wie funktioniert das überhaupt?
Im Vorfeld
In der Regel findet zunächst ein
Informationsgespräch beim Arzt (Urologe) statt, in dem man über die Vasektomie
informiert wird, Fragen stellen kann und sich darüber klar werden muss, ob man den
Eingriff tatsächlich durchführen lassen will (siehe hierzu auch: Entscheidung
zur Vasektomie).
Hat man sich zur Vasektomie entschlossen, vereinbart man einen Termin, zu dem der
Eingriff durchgeführt werden soll.
Wenn man einen Urologen findet, der mit einem ambulant tätigen Anästhesisten
zusammenarbeitet, kann man die Vasektomie auch unter Vollnarkose durchführen lassen.
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Die Vorbereitungen
Wie bei Operationen üblich, muss die
Behaarung um die zu operierende Stelle entfernt werden, d. h. am einfachsten die ganze
Schambehaarung. Hat man sich für die Durchführung der Vasektomie im Krankenhaus
entschieden, wird das üblicherweise dort durch einen Pfleger gemacht, bei der ambulanten
Operation macht man das selbst, am besten am Tag vor der Operation. Ob die Entfernung der
Haare mit Rasur oder Enthaarungscreme erfolgt, ist unerheblich. Da diese Operation nur ein
kleiner Eingriff ist, muss man auch nicht nüchtern erscheinen, sondern kann vorher
üblicherweise etwas essen.
Bei einem Eingriff unter Vollnarkose sind natürlich einige zusätzliche
Dinge zu beachten, wie z. B.: 12 Stunden vorher nicht essen, trinken oder rauchen.
Vor der Operation muss der Genitalbereich
selbstverständlich gewaschen werden. Alles wird dann desinfiziert und die Samenleiter
jeweils durch eine Spritze in der Leistengegend (oder am Hodensack) betäubt. Nun dauert
es eine Viertelstunde bis die Betäubung richtig wirkt.
Bei einer Vollnarkose bekommt man dagegen ein Narkotikum mit einer Venenkanüle in
die Armbeuge, die einen für etwa 45 Minuten ins Reich der Träume schickt.
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Die Durchführung
Direkt vor der Operation wird alles noch
einmal desinfiziert. Der Operateur sucht seitlich am Hodensack nach dem Samenleiter (der
liegt direkt unter der Oberfläche) und klemmt den Bereich um den Samenleiter so ein, dass
die Haut richtig gespannt ist. An dieser Stelle wird nun ein etwa ein Zentimeter langer
Schnitt gemacht. Durch die Spannung kommt der Samenleiter automatisch heraus und
es wird ein Stück davon herausgeschnitten und die Enden abgebunden oder durch Hitze
verschlossen. Man lässt das ganze nun ruhen und beginnt
mit der Durchführung auf der
anderen Seite. Ist auch diese Seite erledigt und treten keine besonderen Blutungen mehr
auf, werden die Enden der Samenleiter in verschiedenen Gewebebereichen versenkt und die
Schnitte am Hodensack genäht.
Die Operation dauert etwa zwanzig Minuten und wenn alles problemlos verlief, kann
man direkt nach der Durchführung nach Hause gehen. Üblicherweise bekommt man noch ein
Schmerzmittel mit, falls nach dem Abklingen der Betäubung Wundschmerzen auftreten
sollten.
Bei einem Eingriff unter Vollnarkose muss man beachten, dass der Kreislauf für ca. 1/2 Tag etwas durcheinander und der
Verstand nicht ganz klar ist, und weil es zu einer leichten Übelkeit kommen kann, darf
man keine Fahrzeuge führen und soll sich zu Hause hinlegen. Darum ist es ganz wichtig,
dass man von der Operation abgeholt wird und auch für die nächsten Stunden jemand zu
Hause anwesend ist, der einen z. B. zur Toilette begleitet.
Schemazeichnung der Vasektomie
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Die Nachsorge
Nach der Operation ist man für zwei bis drei
Tage krank geschrieben und sollte sich auch ein wenig schonen.
Wichtig ist die regelmäßige Reinigung des Genitalbereichs, da die Wunden
natürlich richtig heilen müssen. Etwa eine Woche nach der Operation werden die Fäden
gezogen und die Nähte überprüft.
Es kann unter Umständen - wie nach jeder Operation - zu verschiedenen Probleme in
den nächsten Tagen kommen. Eine Nachblutung kann auftreten, die dann wie ein blauer Fleck
aussieht oder zu einer erheblichen Schwellung des Hodensacks führt. Dies ist jedoch in
der Regel ungefährlich, aber in Ausnahmefällen kann es vorkommen, dass ein erneuter
Eingriff (dann aber auf jeden Fall stationär) erforderlich ist.
Manchmal kann sich auch ein sog. Spermagranulom bilden, das sich in einer erbsen-
bis kirschgroßen Schwellung am Samenleiter bemerkbar macht und aus sich aufstauendem
Samenzellen besteht, aber üblicherweise nicht schmerzhaft ist und sich nach einiger Zeit
von selbst wieder zurückbildet.
Man ist nicht sofort nach dem Eingriff
unfruchtbar, da die Samenzellen auf ihrer langen Wanderung durch die Samenleiter sich
bereits hinter der Unterbrechung im Bereich der Vorsteherdrüse und der Samenblase
befinden. befinden. Um die Unfruchtbarkeit sicherzustellen, muss man nach etwa zehn
Ergüssen oder vier Wochen die Samenflüssigkeit untersuchen, ob sich noch Samenzellen
darin befinden. Falls dies der Fall sein wollte, wird die Untersuchung wiederholt, bis
keine lebenden Samenzellen mehr festgestellt werden können. Diese Untersuchung wird nach
etwa acht Wochen und nach einem Jahr wiederholt, da es in ganz seltenen Fällen vorkommt,
dass die Samenleiter doch irgendwie wieder zusammenwachsen, was aber so selten passiert,
dass die meisten Ärzte diesen Fall noch nie erlebt haben (noch seltener ist der Fall,
dass ein Mann einen dritten Samenleiter hat, der dann die Samenzellen weiterhin richtig
leitet).
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Fragen und Antworten zur Operation und anderen
Themen findest du auch auf der FAQ-Seite.
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